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Famulatur in der Hausarztpraxis Dr. Kromczynski und Kollegen

Motivation für meine Bewerbung

Jeder Medizinstudent muss im Laufe seines Studiums in den Semesterferien eine einmonatige Famulatur bei einem Hausarzt oder einem Kinderarzt absolvieren.

Dabei geht es darum Eindrücke vom Arbeitsalltag zu gewinnen, zu lernen wie man selbst Patientengespräche führt und Patienten untersucht. Da ich mir gut vorstellen kann, später im ländlichen Raum zu arbeiten, fiel die Wahl der Praxis auf den Hausarzt meiner Großeltern.

Tätigkeitsbeschreibung und fachliche Eindrücke

Als Famulus durfte ich mir alle Seiten des Berufs Hausarzt ansehen. Von der klassischen Sprechstunde über Termine für Untersuchungen und Beratungen außerhalb der Öffnungszeiten bis zu Hausbesuchen und der Betreuung von Patienten im Seniorenheim konnte ich mir ein umfassendes Bild davon machen, welchen Tätigkeiten ein Landarzt in seinem Arbeitsleben nachgeht.

Neben der direkten Versorgung von Patienten sind zur Führung einer eigenen Praxis aber auch andere Aspekte wichtig. Dazu zählen Buchhaltung, Personalführung und das Beachten von Vorgaben und Richtlinien durch beispielsweise Krankenkassen oder der kassenärztlichen Vereinigung bis hin zu Besuchen von Pharmavertretern. Auch hier wurden mir viele interessante Einblicke gewährt.

Betreuung vor Ort

Vom Team in der Praxis wurde ich sofort herzlich aufgenommen und die Betreuung durch die Ärzte war hervorragend. Besonders gut fand ich, dass man gleich mehrere Mediziner beim Praktizieren begleiten und dadurch verschiedene Stile im Umgang mit den Patienten beobachten konnte.

Nach dem Zuschauen geht es darum selbstständig Anamnesen und Untersuchungen durchzuführen. Auch hierfür hatte ich genügend Gelegenheiten. Immer wieder konnte ich Fälle und Krankheitsbilder nachbesprechen, wodurch ich sehr viel sowohl in der Theorie als auch in der Praxis gelernt habe.

Ein besonderer Teil der Ausbildung in den vier Wochen war der Umgang mit dem Ultraschallgerät. Um hier alle Strukturen zu finden die man sucht, und dann noch zwischen gesund und krank unterscheiden zu können, braucht man neben einer guten Anleitung vor allem Übung. Für beides war während meiner Famulatur ausreichend Zeit, was mich auch in diesem Bereich weitergebracht hat.

Die Patienten

Der Umgang mit den Patienten war sehr angenehm, mir wurde durchweg Verständnis entgegengebracht, wenn ich zum Beispiel darum bat, bei längeren Krankheitsverläufen weiter auszuholen oder wenn eine Untersuchung doppelt durchgeführt wurde.

Fazit

Mir hat die Zeit in der Praxis sehr viel Spaß gemacht, nicht zuletzt, weil ich viel über den Umgang mit den verschiedensten Patienten lernen konnte. Auch fachlich konnte ich wertvolle Erfahrungen sammeln, beispielsweise indem ich Krankheitsbilder, die ich bisher nur aus Vorlesungen und Büchern kannte, in der Realität gesehen habe.

Eine Famulatur auf dem Land in einer Hausarztpraxis kann ich jedem Medizinstudenten empfehlen, weil die ambulante Behandlung im ländlichen Raum sich durchaus vom Praktizieren auf einer Station zum Beispiel in einer Uniklinik unterscheidet. Es stehen ganz andere Ressourcen zur Verfügung, was einen wiederum auf eine andere Weise fordert. Auch wenn man später als Stationsarzt in der Klinik arbeitet hilft es ungemein zu wissen, welche Mittel dem mitbehandelnden Hausarzt zur Verfügung stehen, um am Ende die bestmögliche Versorgung der Patienten zu ermöglichen.

Vielen Dank an das Team der Praxis für die Ermöglichung dieses wichtigen Teils meiner Ausbildung.

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